Vereinschronik - Tennisclub Thaur

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Vereinschronik

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Chronik Tennisclub Thaur 1988 -2013
Ende der 80iger Jahre taucht in Thaur, einer eigentlich bäuerlich    geprägten Gemeinde, bei einigen tennisinteressierten Bürgern der Wunsch nach einem eigenen Tennisclub auf.
Und 1987 ging man voll Begeisterung an die Umsetzung dieser Idee.
6 Herren – Giner Konrad, Pichler Herbert, Plank Luis, Schreiner Bernhard, Rott Romed und Drexler Hanspeter schlossen sich im Sommer zu einem Proponentenkomitee  zusammen und
diese Herren wurden damit zu den Gründungsvätern unseres Vereins.
Noch im Oktober 1987 wurde in einem eigenen  Rundschreiben die Thaurer Bevölkerung befragt, nicht weniger als 152 Jugendliche und Erwachsene bekundeten ihr Interesse an einer
Mitgliedschaft in einem zukünftigen Thaurer Tennisverein.
Es gab damals natürlich auch Gegenstimmen – „elitärer Reichensport“, „ nutzlose Zeitverschwendung statt zu arbeiten“ – trotzdem, die Entscheidung für Tennis in Thaur war gefallen.
Am 25.3.1988 fand im GH Purner die offizielle Gründungsversammlung statt -
die Geburtsstunde unseres Thaurer Tennisclubs.
Schon vorher hatte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort für eine Thaurer Tennisanlage gemacht, der TCT war in den nächsten 2 Jahren auf einer mühevollen  Herbergsuche.
Die unterschiedlichsten Projekte tauchten auf und verschwanden wieder in der Versenkung.
Den Mitgliedern des neuen Vereins stellte der neugewählte Ausschuss
mit Obmann Konrad Giner an der Spitze
2 Gasthausplätze in Rum und im Winter stundenweise die alte Gollner-Tennishalle in Hall zur Verfügung.
Die Tennisbegeisterung war in diesen Anfangsjahren so groß, dass der „heimatlose“ TCT
im September 1988 eine 1. Dorfmeisterschaft organisierte.
Natürlich „ausgelagert“ nach Rum, aber mit bereits 42 Teilnehmern.
Die ersten Thaurer Dorfmeister waren bei den Herren Haas Hansjörg,
bei den Damen Haas Margret und bei den Jugendlichen Plötzeneder Ferdinand.
Auch im Folgejahr 1989 wurde die Suche nach einer Heimstätte verstärkt fortgesetzt,
eine Lösung war aber noch immer nicht in Sicht.
Neue Ideen, neue Projekte – einige scheiterten erst im letzten Augenblick.
Die 2. Dorfmeisterschaft im Oktober 1989 musste ebenfalls auswärts durchgeführt werden,
dieses Mal in Hall.
Das Ergebnis bei den Damen und Jugendlichen lautete gleich –
Haas Margret und Plötzeneder Ferdinand –
bei den Herren taucht erstmals Lenglachner Jochen in der Siegerliste auf.
Im Sommer 1989 kommt es auch zu einer Wende bei der Standortsuche.
Die intensiven Bemühungen des TCT-Vorstandes in Zusammenarbeit mit  
BM Hans Giner und dem Thaurer Gemeinderat hatten Erfolg:
Die Gemeinde Thaur stellt dem Tennisclub die  erforderliche Fläche für den Bau
von 2 Tennisplätzen im „Stoanach“ östlich vom Fußballplatz zur Verfügung.
Da die Mitgliederzahl in unserem jungen Verein aber inzwischen auf 140„Tenniswütige“ angestiegen war, änderte man das Bauvorhaben auf 4 Plätze – und die Gemeinde Thaur erklärte sich mit einer Vorfinanzierung einverstanden.
Die Gesamtkosten von 1,3 Mio Schilling abzüglich aller möglichen Subventionen von Bund, Land und Sportunion sollten zwischen Gemeinde und Verein aufgeteilt werden. Eine verstärkte Mitgliederwerbung
und Mehrjahresabos sollten den Finanzierungsanteil des Vereins sichern.
Ob auch ein 25 Jahresabo angeboten wurde, konnten wir leider nicht mehr herausfinden, w
er aber ein solches besitzt, bitte in Zukunft wieder die Beiträge einzahlen.
Noch im Herbst 1989 begann die Kärntner Fa. Keuschnigg, die noch immer unsere Anlage betreut,
mit dem Bau der geplanten 4 Plätze.
Die offizielle Eröffnung des Spielbetriebs erfolgte im April 1990, damit hatte
der Tennisclub Thaur endlich seine eigene Heimstätte gefunden.
Die Mitgliederzahl war in der Zwischenzeit förmlich auf 220 „explodiert“, um dem großen Ansturm nachkommen zu können wurden für die Anfänger und Jugendlichen 3 Trainer zur Verfügung gestellt.
Ein eigenes Vereinslokal gab es damals noch nicht, unsere langjährigen Mitglieder - sprich „Oldies“ - schwärmen aber heute noch von den intensiven Stunden und Nächten im
angekauften engen Gartenhäuschen.
Die heimelige Clubatmosphäre war für viele Mitglieder damals zumindest
gleich wichtig wie der geliebte Tennissport,
und mit dem Gartenhäuschen verschwanden angeblich auch wieder einige Mitglieder.
Es  gab zu dieser Zeit auch „Kennenlern- und Mixed – Turniere“,
Die 1. offizielle Vereinsmeisterschaft fand 1990 statt,
bei den Herren siegte Walser Christoph, bei den Damen Felderer Christine.
In weiterer Folge wurde mit dem benachbarten Thaurer Fußballverein ein gemeinsames Clubhaus geplant und gebaut, die feierliche Eröffnung mit einem tollen Rahmenprogramm erfolgte am 23.8.1992.
Eine Exhibition der Staatsmeisterin und Weltranglistenspielerin Beate Reinstadler war dabei ein sportlicher Höhepunkt.
Und somit präsentierte und präsentiert sich seit damals unsere Tennisanlage in Thaur als wahres Schmuckkästchen, idyllisch gelegen und liebevoll gepflegt, der ideale Sport- und Aufenthaltsort  für jung und alt in Thaur.
In den Folgejahren leiteten 5 Obmänner die Geschicke unseres Vereins. Jeder auf seine ganz persönliche Art, aber alle unglaublich engagiert und zum Wohle des TCT.
Unter Langzeitobmann Giner Konrad wurden die baulichen und organisatorischen Grundlagen geschaffen. Das Projekt eines Landestrainingszentrums konnte aber nicht verwirklicht werden.
Erber Franz sprang in einer personellen Notsituation ein, nach seiner Amtsübergabe
an Eder Andreas lebte die Bautätigkeit wieder auf.
Unsere Terrasse erhielt einen Zugang von außen, auch die Holzhütte
für Gerätschaften und Trainingsmaterial verdanken wir ihm.
Ein geplanter „Ederturm“ scheiterte wie der Turmbau zu Babel – wahrscheinlich auch an sprachlichen Problemen.
Heute baut der Andy „ehenter“ wieder in Salzburg.
Unter Obmann Fiedler Erich wurde vermehrt das gesellschaftliche Leben gefördert. Die diversen„Festln“ und Aktivitäten wie z.B Tanzkurse,Stockschießturniere oder der Ausflug ins Halltal waren für unser Vereinsleben ungemein wichtig. In den Sitzungen ging es meist sehr friedlich zu, laute Worte und lange Reden waren verpönt.
Neu im Amt ist seitJahresbeginn Jakober Othmar , seine 100tägige Schonzeit hat er anscheinend unbeschadet überstanden, alles läuft in mehr oder weniger vertrauten Bahnen.
So richtig weiblich wurde der Thaurer Tennisclub ab 1991/92. Zwar spielten von Beginn an zahlreiche Damen mit Begeisterung Tennis, ab diesem Spieljahr 91/92 hatte das weibliche Geschlecht
aber auch im Ausschuss ein maßgebliches Wörtchen mit zu reden :
Bartha Sonja als Kassierstellvertreterin, Felderer Christine als Schriftführerin
und Jakober Helga als Sportwartstellvertreterin.
Die Thaurer Baggerlochfrösche quakten im letzten Jahr  sogar erstmals  von einer ersten Obfrau, Othmar sicherte sich aber mit einem aufwändigen Werbefeldzug
im letzten Moment den begehrten Titel.
In sportlicher Hinsicht trat der TCT erstmals 1993 auf die Tiroler Tennisbühne. 1993 startete der TCT mit einem Herrenteam, seinen Meisterschaftsbetrieb. Hochklassiges und internationales Tennis sah man ab 13.5.1995 im Rahmen eines Future - Turniers, der Turnierraster weist- wie man sieht –
auf eine sehr gute Besetzung dieser einmaligen Veranstaltung für  Thaur hin.
Und unser heutiger BM Walser Christoph überstand sogar die 1. Qualifikationsrunde!
Sein Gegner gab wo.
Aber nun zur Gegenwart:
Die konsequente Jugendarbeit der letzten Jahre beginnt Früchte zu tragen.
Nicht weniger als 10 Mannschaften sind heuer in der TTV-Meisterschaft im Einsatz, wobei „Mannschaften und Frauschaften“ sich bei uns eigentlich die Waage halten. Und nicht nur die Quantität ist enorm gestiegen, sondern auch die Qualität. Erstmals spielen die Kampfmannschaften bei den Damen, den Herren und die +45 in der Bezirksklasse I, und alles deutet auf eine weitere Aufwärtsentwicklung   hin.
Damit es aber so weiter geht, dürfen wir anlässlich unseres 25jährigen Bestandsjubiläums vielleicht doch auch eine Bitte an die Thaurer Bevölkerung  und vor allem an die Gemeindeführung äußern.
Wir haben uns in allen Jahren stets zum leistbaren Breitensport bekannt, jedes Thaurer Kind, jeder interessierte Jugendliche, jeder Erwachsene aus Thaur soll die Möglichkeit haben in Thaur Tennis zu spielen. Durch die Organisation des jährlichen Projekts „Volksschultennis“ hat jeder Thaurer Schüler die Möglichkeit in diesen tollen Sport hinein zu „schnuppern“, unseren Trainern entkommt so leicht keiner.
Aber auch Tennis als heimischer Leistungssport, vielleicht nicht als exklusiver Spitzensport,
wird von uns konsequent gefördert.

Der Vorstand des TC Thaur

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